Edlengut Schaubeck
Gut Schaubeck
| Nor-III-22-E6 Gut Schaubeck |
| Wappen |
| Karte des Lehens |
| Lage des Lehens |
| Edlengut in der Baronie Meilingen in der Landtgrafschaft Gratenfels |
| Status: bespielt |
| Kontakt: Kaltenklamm |
Das Edlengut Schaubeck ist ein karges Lehen am Mittellauf der Waha. Namensgebend ist die Burg Schaubeck, welche nahe der westlichen Baroniegrenze auf einem felsigen Hügel liegt, von welchem Man das Land weithin überblicken kann.
Aufgrund des dunklen und sauren Tongesteins, den man vor allem im südlichen Teil des Gutes findet, wird nur wenig Ackerbau betrieben. Der hügelige Südwesten ist mit Heideland bedeckt, auf dem man vereinzelt Ziegen und Schafe weiden lässt. Nördlich von Schwarzenstein am Sand gibt es einige Weiden, auf denen man auch Rinder sieht und vereinzelt bestellt man auf dem kargen Boden auch Äcker, auf denen insbesondere Rüben und Bohnen angebaut werden, während man an den zur Waha hin sanft abfallenden Hängen zahlreiche Apfelplantagen sieht, in denen eine grüne, säuerliche Sorte kultiviert wird.
Eine Besonderheit sind die ausgedehnten Reisfelder, auf denen die maraskanischen Aussiedler des Dorfes Neue Hoffnung seit einer knappen Generation rötlichen Langkorn-Reis in den Waha-Auen anbauen. Zu diesem Zweck wurde eigens ein neuer Bewässerungsgraben als Seitenarm der Waha angelegt. Der Reisanbau ist bei den alteingesessenen Landwirten zwar verpönt, allerdings hat das leicht würzige maraskanische Getreide zahlreiche Liebhaber unter dem Adel des südlichen Gratenfels gefunden, sodass die Edle sogar eine "Rotkorn-Steuer" ins Leben gerufen hat, welche das klamme Säckel immerhin ein wenig füllt.
Der hügelige Süden des Gutes bis hinauf zur Burg Schaubeck (und leicht darüber hinaus) ist überwiegend Heideland, welches von vereinzelten Wacholdersträuchern, Heidekraut, Farnen, aber auch verschiedensten Beeren wie Blaubeeren, Rotbeeren und kleinen Walderdbeeren bedeckt ist.
Am Fuße der Burg Schaubeck liegt der Hauptort der Baronie, das Dorf Schwarzenstein am Berg. Dort gewinnt man aus einem dunklen, fast schwarzen Tonstein Eisenerz in einem Tagebau, der sich aber nahezu erschöpft zeigt. Das Erz liegt in teilweise halbfinger-dicken Bändern im Fels und ist daher vergleichsweise einfach zu gewinnen.
Mit der Schlacke, die aus der Verhüttung des Erzes entsteht, hat man vor wenigen Jahren begonnen, die Karrenwege von der Burg oben bis hinunter nach Schwarzenstein am Sand zu pflastern oder zumindest auszubessern. Die dunkelgrau bis schwarz schimmernden Wege sind seither in aller Munde. Leider heizt sich der Belag im Sommer sehr stark auf, sodass man dann die Wege tunlichst nicht barfuß betreten sollte.
Nur eine knappe Meile tiefer, in Richtung der Waha, liegt schließlich Schwarzenstein am Sand, welches das rurale Zentrum des Guts darstellt. Neben einigen Hirtenstellen mit Ziegen und Schafen sind Obstplantagen (insbesondere grüne Äpfel) und Weidenhaltung von Rindern (nördlich des Dorfes) die hier vorherrschende Form der Landwirtschaft.
Die Siedlung Neue Hoffnung ist ein exotischer Farbtupfer in den ansonsten recht traditionellen Nordmarken. Handelt es sich bei dem jungen Dorf, welches von Exilmaraskanern (und später auch einigen Exiltobriern) vor erst knapp drei Jahrzehnten gegründet wurde, doch um den größten Ort des Guts. Hier leben schätzungsweise einhundert Seelen (insbesondere die Maraskaner nehmen die Zählungen der Steuereintreiber nicht so genau) größtenteils unter sich, argwöhnisch beobachtet von den alteingesessenen Nordmärkern. Gab es vor gut einer Dekade noch ab und an Konflikte zwischen Tobriern und Maraskanern, ist man mittlerweile zusammengerückt und hat sich aneinander angepasst.
Der Hof und seine Ämter
Hofhaltung des Edlengutes Schaubeck
Zusammenfassung
- Name: Gut Schaubeck
- Lehensherr/in: Lucasta von Steineich zu Schaubeck
- Wappen: ein schwarzer Kreis auf goldenem Grund
- Residenz: Burg Schaubeck
- Wichtige Familien: Haus Steineich
- Einwohner: 300
- Zwerge: 0
- Hauptort: Schwarzenstein am Berg
- Siedlungen:
- Schwarzenstein am Berg, ca. 80 EW
- Schwarzenstein am Sand, ca. 90 EW
- Neue Hoffnung, ca. 100 EW
dazu drei Aussiedlerhöfe, zumeist am Karrenweg entlang der Waha gelegen.
- Burgen und Schlösser: Burg Schaubeck
- Untergeordnete Lehen: keines
- Tempel:
- Rondraschrein (im ehem. Zwinger der Burg Schaubeck)
- Ingerimmschrein (im Schwarzenstein am Berg)
- Landschaften: Hügeliges Heideland im Süden und Westen des Guts; Bachauen Entlang der Waha, welche die östliche Grenze des Lehens bildet, mit Obstplantagen (Süden) und Reisfeldern (Norden); schmaler Streifen Acker- und Weideland im Nordwesten des Guts; kleine Waldstreifen an der nördlichen und südlichen Grenze
- Gewässer: Waha
- Besonderheiten:
Geschichte
- 412 BF: erste urkundliche Erwähnung der Burg im Jahr 412 BF als "Burge derer von Schaubeck"
- um 800 BF: Das Lehen umfasst ein Gebiet beiderseits der Waha, welches im Norden bis an das Dorf Meilingen reicht und ist damit im Vergleich zu heute mehr als doppelt so groß.
- 871 BF: Das Lehen wird durch die Barone erblich an das Haus Schaubeck vergeben und somit zum Junkergut.
- 927 BF: Beginn der "Schaubecker Fehde": Das Haus Schaubeck stellt sich im Zuge eines Erbfolgestreits offen gegen den Baron aus dem Hause Berg.
- 928 BF: Eroberung und anschließendes schleifen der Burg durch Truppen des Barons.
- 930 BF: Das Junkergut Schaubeck wird entlang der Waha geteilt. Es entstehen die Edlengüter Schaubeck und Steineichenhof in der heutigen Form. Mit Gut Schaubeck wird das Haus Steineich belehnt.