Caralus von Kaldenberg
| Caralus von Kaldenberg | |
| Wappen der Baronie und des Adelsgeschlechts von Kaldenberg | |
| Wappen: | Grün über blauen Wellenbalken auf Silber schräglinks gespalten, auf Grün ein silberner, rotbewehrter Greif. |
| Titel: | Baron von Kaldenberg |
| Anrede: | Hochgeboren |
| Lehen: | Baronie Kaldenberg |
| Dient: | Herrscher Grafschaft Albenhus |
| Person | |
| Profession: | Baron |
| Hauptgott: | Rondra |
| Tsatag: | 4. Rahja 1016 BF |
| Boronstag: | lebt |
| Alter (im Jahr 1048): | 32 |
| Kurzcharakteristik: | Gewissenhafter, bisweilen überforderter Herrscher über die Baronie Kaldenberg |
| Familie | |
| Haus: | Haus Kaldenberg |
| Eltern: | Celio von Kaldenberg (Rondrapriester), Alwen von Hohenstein (Rondrapriesterin) |
| Verheiratet: | Verheiratet mit Odrud von Gernebruch |
| Kinder: | Richild und Beregis (Zwillinge, *HES 1046 BF), Solfan (*ING 1047 BF) |
| Wohnort: | Stadt Kaldenberg |
| Geburtsort: | Rhodenstein, Herzogtum Weiden |
| Kurzbeschreibung des Gutes: | Reiche Baronie zwischen Großem Fluss und Galebra |
| Aussehen | |
| Größe: | 9 1/4 Spann |
| Haar: | braun (kahlrasiert) |
| Augen: | grau |
| Besonderheiten: | Trägt Haupt und Gesicht stets glattrasiert |
| Politisch | |
| Einfluss: | groß |
| Finanzkraft: | groß |
| Orden/Gruppen: | (Nähe zur Rondrakirche) |
| Status | |
| Betreuer: | Kaldenberg |
| Stand: | Juni 2025 |
Beschreibung
Caralus von Kaldenberg ist ein zurückhaltender, bisweilen melancholischer Mann. Er gilt als sehr rondragläubig.
Der Baron ist auf der Rhodenstein, dem Sitz des Rondraordens zur Wahrung, als Kind zweier Rondrapriester geboren und aufgewachsen. Obwohl beide Elternteile im Kampf fielen, noch bevor Caralus das Novizenalter erreichte, entschied er sich dafür, ebenfalls die Laufbahn eines Rondrapriesters einzuschlagen.
Bei einem Orküberfall im Finsterkamm wurde eine Patrouille von Rondrianern versprengt, der auch Caralus angehörte. Der Novize galt als verschollen und wurde für tot gehalten, fand jedoch nach einigen Jahren seinen Weg aus dem Svellttal zurück zum Rhodenstein. Caralus setzte sein Noviziat fort, musste dieses aber erneut abbrechen, als ihn die Nachricht ereilte, dass er den Baronstitel zu Kaldenberg geerbt hätte.
Der Baron nimmt sein Amt sehr ernst und versucht, seinen Untertanen ein gerechter Herrscher zu sein. Er tut sich bisweilen schwer dabei, zwischen seinem Gewissen und seinem Glauben auf der einen und den Erfordernissen und Realitäten der Provinzpolitik auf der anderen Seite abwägen zu müssen.
Geschichte
Kaldenberg, Firun 1042 BF:
"Auf einer Feier, die im Zeichen der Herrin RAHja stand, wurde er zu BORon berufen: Baron Boromil von Kaldenberg gehörte zu den Toten, die bei den schicksalshaften Hochzeitsfeierlichkeiten des Barons zu Hlûthars Wacht zu beklagen waren. (Der Greifenspiegel berichtete.) Doch damit nicht genug des Leides, das über die Baronie Kaldenberg hereinbrach: zu den Opfern der 'Roten Hochzeit', wie die tragischen Ereignisse des Rahjamondes 1041 BF inzwischen genannt werden gehörten auch die Tochter und Erbin des Barons, Baroness Alessandra und ihre drei Kinder. Einen halben Götterlauf lang flossen die Tränen in Kaldenberg unentwegt. Die Erbfolge der Baronie schien gefährdet, denn der andere Spross Boromils, Aedin, gilt seit Jahren als verschollen. Doch nun ist ein neuer Baron gefunden, der die Tränen der schicksalsgeprüften Untertanen trocknen soll: Caralus von Kaldenberg, ein Neffe des verstorbenen Boromil, wird die Baronie am Großen Fluss und an der Galebra künftig in ruhigere Fahrwasser steuern. Vom neuen Baron ist bislang nur wenig bekannt: er gilt als zurückhaltend und widme sich bereits umfänglich den Verwaltungsgeschäften der Baronie. Es heißt, er sei im Schoße der RONdrakirche auf Burg Rhodenstein, im fernen Herzogtum Weiden, aufgewachsen. Sein Vater Celio sei der ältere Bruder des verstorbenen Barons Boromil gewesen und habe im Jahre 1016 BF auf das Baronsamt in Kaldenberg verzichtet, um stattdessen ein Noviziat im 'Orden zur Wahrung zu Rhodenstein' anzutreten. Celios Sohn, der neue Baron, ist nun den gegengesetzten Weg gegangen: Caralus habe um die Entlassung aus dem Noviziat gebeten, um künftig das Amt des Barons zu bekleiden." (Greifenspiegel, Ausgabe 14)
Baronie Gernebruch, Phex 1045 BF:
"Selbst in politisch eingeweihten und informierten Kreisen hat wohl niemand mit dieser Entwicklung gerechnet. Am Praiostag, den 4 Phex 1045 BF haben sich in Kaldenberg zwei Albenhuser Baronshäuser auf höchster Ebene verbunden. Ihre Hochgeboren Caralus von Kaldenberg, Baron zu Kaldenberg und Ihre Hochgeboren Odrud von Gernebruch, Baronin zu Gernebruch haben sich in den Bund der Ehe begeben. Geflüster am Gernebrucher Hof Selbst in Gernebruch am Hof der Baronin wurde man von den Plänen Odruds und Ihres Gatten völlig überrascht. Aus welchem Grund es zu dieser Verbindung gekommen ist, ist dort derzeit noch Grund von Spekulationen. Gemunkelt wird am Gernebrucher Hof, dass sich die beiden Hochadligen im Vorfeld der Inthronisierung der neuen Albenhuser Gräfin (wir berichteten) näher kamen. Dort hatte der Kaldenberger Baron stellvertretend für alle Albenhuser Barone eine Protestnote übergeben, die auf gräflicher Seite zur höchsten Verärgerung geführt hatte. Beide sollen sich im Vorfeld mehrfach persönlich getroffen haben und die Gernebrucher Baronin habe sich dort noch freundlicher und aufgeschlossener als sonst gezeigt. Möglicherweise hatte also doch die Liebe Ihre Hand im Spiel. Aus für gewöhnlich gut informierten Kreisen wurde jedoch geäußert, es könne sich auch vorrangig um eine politische Verbindung handeln. Ob es dabei um einen größeren politischen Einfluss in der Grafschaft oder nur um eine Absicherung gegen anderen Barone geht? In Gernebruch kann man dazu die alten Sorgen vor den Gratenfelser Nachbarn hören. Immerhin hat man Streitigkeiten in jüngerer und auch neuerer Vergangenheit durchaus handfest ausgetragen. Und auch in Kaldenberg gab es in jüngerer Zeit ernsthafte Verstimmungen mit den Nachbarn. Gleichzeitig verweist man auch schlicht darauf, dass die Gernebrucher Baronin immer stärker unter Druck geraten sei nun endlich für einen Thronfolger zu sorgen, indem sie den Traviabund eingehe. Schließlich ist und bleibt es erste Pflicht eines jeden Adligen die eigene Nachfolge zu sichern. So soll die Familie ihr schon des öfteren ganz konkrete Heiratsvorschläge nahegelegt haben. Die eigensinnige Baronin habe sich darüber aber stets mit einem spöttischen Lachen hinweggesetzt. Wegen dieser eigensinnigen und starköpfigen Eigenart - darauf verweisen andere vor Ort – halte man es auch für höchst unwahrscheinlich, dass Odrud von und zum Gernebruch aus dynastischen und politischen Gründen eingewilligt habe. Eine enge Vertraute hielt dies sogar für gänzlich ausgeschlossen, dass etwas anderes als eine Heirat aus Liebe in Frage käme. Ob es sich nun um eine Liebesheirat oder doch um eine politische Ehe handelt, jedenfalls haben die beiden Baronshäuser einen ausgefeilten Ehevertrag erstellen lassen." (Greifenspiegel, Ausgabe 21)
Kaldenberg-Stadt, Phex 1045 BF:
"Große und prächtige Hochzeiten hat das Herzogtum in den vergangenen Jahren gesehen - jene Verbindung, die am 4. Phex in Kaldenberg geschlossen wurde, gehörte gewisslich nicht dazu. Und doch besiegelte sie eine wichtige politische Verbindung, welche die Machtgefüge in der Grafschaft Albenhus, aber auch darüber hinaus zu verschieben vermag. Über die Gründe der so bescheidenen Feier wird viel spekuliert. Als offensichtlichste Erklärung gilt, dass die entstandene Verbindung bis zuletzt geheim gehalten wurde. Als Gäste waren nur ausgewählte Edle beider Baronien sowie die Familie der Braut zugegen. (Baroness Ardare, die streitbare Schwester des Barons von Kaldenberg und seine einzige lebende Verwandte, war gerüchteweise nicht zugegen.) Aus dem Kreis der Gäste war zu hören, dass die Hochzeit so kurzfristig anberaumt worden war, man habe sich nicht einmal neu ausstaffieren können und hätte alte Festkleidung auftragen müssen! Auch von den restlichen Umständen der Hochzeitsfeierlichkeiten ist nur aus Gerüchten und vom Hörensagen zu berichten, wobei manche Beschreibungen fantastisch anmuten und andere in Bierlaune erdichtet scheinen. So fand die Trauung selbst nicht im Praiostempel statt, wie es bei den Kaldenberger Baronen der Brauch ist, sondern im Rondratempel, wo sich die Brautleute nach den Traditionen der Kirche der Leuin gegenseitig blutende Wunden schlugen, bevor sie sich in die Arme schlossen. Die Brautleute hätten sich dabei so sehr in die Haare gekriegt, dass den Zuschauern angst und bange wurde! Die Trauung selbst führte der greise Hohepriester des Kaldenberger Tempels durch, Hochwürden Nibelwulf, der gerüchteweise unmittelbar nach der Hochzeit an Rondras Tafel gerufen wurde. Und angeblich wurde während des rituellen Zweikampfes ein löwenhäuptiger Knabe und ein Orkmädchen unter den Zuschauern gesichtet. Der Hochzeitszug vom Rondratempel zum Hafen der Stadt wurde vom Klang des Praiosgongs begleitet, der vom Praiostempel aus durchgehend geschlagen wurde. Der Baron habe während des Zuges ein rechtes Firungsgesicht gemacht, genau wie die Spielleute, die den Zug mit Musik hätten begleiten sollen. Am Hafen sei dann die Gesellschaft zum Schloss übergesetzt, das auf einer Galebrainsel auf der anderen Seite des Hafenbeckens liegt. Was dort aufgetischt wurde und ob sich die Firunslaune des Barons gebessert habe, wurde nicht bekannt. Freuen durften sich jedoch die Bewohner Kaldenbergs für ihren Baron. Beide Schänken der Stadt luden auf Kosten des Hauses Kaldenberg an die Theken, und aus dem Brunnen am Marktplatz floss Bier. Bedauerlicherweise wurde an jenem Tag nicht nur das eine blutiges Duell in Kaldenberg geschlagen. Die südländischen Söldner des Barons scheinen entweder mit Soldaten aus Gernebruch, wahlweise mit Stadtbewohnern oder auch untereinander in Streit geraten zu sein. Ein Streithahn bezahlte mit seinem Leben, die Büttel des Barons hätten aber Schlimmeres noch verhindern können. (Greifenspiegel, Ausgabe 21)
Verwandtschaft: Ardare von Kaldenberg, Schwester; Aedin von Kaldenberg, verschollener Vetter
Herausragende Ahnen: Pervina von Kaldenberg (Begründerin des Geschlechts), Gerding von Kaldenberg (Rittmeister des Donnerordens in der Kaiserlosen Zeit), Boromil von Kaldenberg (Vorgänger)
Verbündete: Der Baron suchte den Schulterschluss mit den anderen Albenhuser Baronen. Besonders gut gelang ihm dies bei Baronin Odrud von Gernebruch, die er gar ehelichte. Weiterhin ist Caralus Mäzen der Rondrakirche in den Nordmarken. Der Donnerorden ist traditionell dem Haus Kaldenberg eng verbunden.
Feinde: Barone von Hlûthars Wacht, Barone von Meilingen
| Vorgänger | Baron von Kaldenberg | Nachfolger |
|---|---|---|
| Boromil von Kaldenberg | FIR 1042 BF - | amtierend |
Volkes Stimme: (Junger Höfling:) "Der Herr Baron? Weiß nicht so recht, man kriegt nicht so viel von ihm mit. Er ist meist entweder im Schloss oder im Rondratempel." / (Alter Händler aus der Stadt Kaldenberg:) "Der Baron reißt sich - wie schon sein Onkel! - den Allerwertesten für die Baronie auf."
Zitate: (Zu einem Bericht erstattenden Grenzreiter:) "Seid Ihr Euch da sicher? Was habt Ihr noch beobachtet?" / (Recht sprechend:) "Ihr werdet Euch jetzt beide die Hand geben und die Sache damit aus der Welt schaffen. Ist das verstanden?"
Stärken: Der Baron gilt als körperlich belastbar und zäh. Es wird gemunkelt, dass er bisweilen Wahrträume habe (Gabe "Prophezeien").
Schwächen: Es mangelt dem Baron noch an Erfahrung auf dem Feld der Politik. Er misstraut der Magie und ihren Anwendern. In engen Räumen und in Menschenmassen fühlt er sich unwohl. Wie auch seine Schwester scheint er mitunter vom Pech verfolgt zu sein.
Herausragende Eigenschaften: Caralus ist mutig, er verfügt über feine Instinkte und hat ein gutes situatives Gespür.
Herausragende Talente: Als Rondranovize genoss der Baron eine Kriegerausbildung. Er findet sich auf dem Kampfplatz oder in der Wildnis besser zurecht als auf dem gesellschaftlichen Parkett. Er hat sich solide Grundkenntnisse in der Sternenkunde angeeignet.
Meisterinformationen
Caralus' "Mündel" Irmela
Völkerkundler oder Nordlandreisende können bei dem Mädchen eine orkische Abstammung erkennen.
Tatsächlich ist Irmela die Tochter des Barons, die dieser mit einer Halborkin gezeugt hat; die Mutter des Mädchens verstarb bei der Geburt. Die Liasion ist auch der Hauptgrund, warum Caralus jahrelang im Svellttal verschollen war. Der Kaldenberger hängt sehr an dem Mädchen und hadert damit, dass er seine Erstgeborene aus offensichtlichen Gründen nicht anerkennen kann.