Koradin von Rothammer

Koradin Llywillyn von Rothammer
Koradin von Rothammer, Künsterl: N. Mehl
Wappen des Edelgutes Niederwiesen, Künstler: N. Mehl
 
Titel: Priester des Nandus, Edler von Niederwiesen, Ritter von Galebquell
Anrede: Euer (wohlgeborene) Gnaden
Tsatag: 30. Hesinde
Boronstag: lebt
Status: GalebQuell

Beschreibung

1. Erscheinung

Koradin bietet für einen nordmärkischen Adligen ein seltsames Erscheinungsbild. Sein Körper misst beinahe neuneinhalb Spann vom Scheitel bis zur Sohle. Sein Kreuz ist breit, seine Schultern stark. Er wuchs trotz seines elfischen Erbes nicht zu einem zierlichen Elfenkind heran, sondern geriet hier mehr nach seinem ritterlichen Vater. Heute ist er mit seinem scharf geschnittenen Gesicht, den katzenhaften grasgrünen Augen und dem langen hellblonden Haar eine sehr schöne Erscheinung, auch wenn er nicht unbedingt die Eleganz einer Hauskatze, sondern eher die zähe Stärke eines Löwen in sich birgt. Er legt viel Wert auf sein äußeres Erscheinungsbild, pflegt und kämmt seine langen, seidigen Haare, sorgt für ein sauberes Auftreten. Traditionell gewandet er sich in den Ornat eines Nanduspriesters, legt hier jedoch das Gewicht auf praktische Reisekleidung, denn auf prachtvolle Roben. Graue Woll- oder Lederhosen, passende, weiche Lederstiefel, graue Tunika und ein grünes Skapulier, welches an der Hüfte gegürtet wird. Oft genug trägt er unter dem Skapulier noch ein Kettenhemd oder seine Leichte Platte, während am festen, breiten Gürtel nicht etwa ein Schwert, sondern ein schwarzer Rabenschnabel bereit hängt. Anstelle eines Stirnreifes, wie sein Mentor Ynbaht von Lichtenberg, trägt Koradin ein breites grünes Stirnband mit einem darauf gestickten Einhorn.

2. Werdegang

Geboren wurde der kleine Koradin in einer beißend kalten Hesindenacht des sechsten Jahres nach Hals Thronbesteigung. Seine Mutter war die elfische Edle Ginafae Stern-am-Horizont aus den Landen am Yaquir. Sie hatte den Edlen Adalar von Rothammer aus dem äußersten Norden der Nordmarken betört und von ihm den Samen für den gemeinsamen – unehelichen - Sohn empfangen. Doch als die Elfenzauberin bemerkte, dass ihr Erstgeborener über keinerlei magische Fertigkeiten verfügte, traf sie eine folgenschwere Entscheidung:

Sie gab ihn zu seinem nordmärkischen Vater. Da sich dessen traditionsreiche Familie nur wenig über einen halbelfischen Balg freuen konnte, andererseits ein treuer Ritter des Edlen von Rothammer eine eindeutige Begabung für das kriegerische Handwerk feststellte, beließ man Koradin mehr geduldet denn gewollt auf dem Gutshof. Dort wuchs er, missgünstig und misstrauisch beobachtet von Rittern wie Knechten, unter der kundigen Ausbildung des Ritters Kühnbrecht von Rothammer - eines Onkels des Edlen Adalar - auf und heran. Die Kindheit verging schnell, zu schnell in den Augen des junen Elfen. Es war die wohl glücklichste Zeit seines Lebens. Er pflegte die Pferde und Ziegen, lernte mit Dolch und Kurzschwert zu fechten und unternahm mit Kühnbrecht Ausflüge in die nahen Berge. Doch die Missachtung und die Vorurteile der anderen Ritter und auch der Gemeinen lasteten schwer auf der kleinen halbelfischen Seele. Nachts drückte der Alb auf seine Träume, riss ihn keuchen aus dem Schlaf. Niemand konnte diese Last von ihm nehmen, denn er ja nur ein seltsamer Elf, den niemand wirklich verstand. Es sollte jedoch ein Ende der glücklichen Tage und der traumgeplagten Nächte kommen. Sein Vater, Adalar von Rothammer, entschloss sich, nun auch seinen Sohn fortzugeben. Beeindruckt von den Kampffertigkeiten, aber auch in ihm immer noch den elfischen Bastard sehen, suchte er den Kontakt zu einem entfernten Schwager aus Darpatien. Durch diese Verbindung verschaffte der Edle Koradin einen Platz an der Kriegerakademie zu Rommilys. Mit seinem elften Lebensjahr begann dieser neue Abschnitt.

Koradin trat die weite Reise aus den Nordmarken in das Fürstentum Darpatien an. Erschöpft und mit einigen Blessu-ren versehen, die sie nach Räuberüberfällen erlitten hatten, erreichten sie Rommilys und die Akademie. Dort wurden sie zuerst brüsk an die Magierakademie verwiesen. 'Elfen gehören zu den Zauberern!' Kühnbrecht konnte dieses Missverständnis resolut aufklären und so wurde Koradin als Schüler aufgenommen. Kühnbrecht und der Waffenknecht Rorik ließen den jungen Halbelfen allein zurück. Lehrer wie Mitschüler misstrauten dem Halbelfen, obwohl er sich als einer der begabtesten Schüler erwies. Koradin strengte sich an, er kämpfte um Anerkennung und um Respekt. Doch es schien aussichtslos zu sein. Erst im dritten Ausbildungsjahr fand er einen Freund: Rondrian von Firunslicht nahm sich des nordmärkischen Halbelfen an.

Der aus einem alten und einflussreichen darpatischen Adelsgeschlecht stammende Rondrian nahm Koradin oft genug mit in die Stadt, in die Kneipen und Glücksspielhäuser. Koradin trank und spielte, er verlor und versoff sein Geld und lieh sich bei Rondrian und somit beim Haus Firunslicht eine Unsumme davon. Irgendwann jedoch fiel Koradin. Betrunken geriet er in eine Kneipenschlägerei und verletzte zwei Männer schwer. Dies rief die Akademieleitung auf den Plan und der Leiter zitierte den Halbelfen zu sich. Er wurde angebrüllt, zusammen gestaucht, geschlagen. Koradin ertrug alles mit Haltung, gab seinen Fehler unumwunden zu. Es gab nur noch eine letzte Warnung: Noch so ein Absturz und Koradin musste die Akademie verlassen! Koradin erwachte. Die Akdemie, so erkannte er, war die einzige Möglichkeit für ihn, eine gute Position für das Leben zu erhalten. Er entschied sich dafür.

Ab diesem Moment wurde Koradin strebsam. Zu seiner natürlich Begabung kam nun auch noch Fleiß - und er überflügelte die Jahrgangsbesten. Koradin und Rondrian wurden ein eingespieltes Schwertgespann. Obwohl kaum jemand über Koradins elfische Abkunft hinwegsahen, erreichte er dennoch einen Abschluss 'summa cum laude'. Mit diesem Abschluss in der Tasche und seinem Schwert zog Koradin von Rothammer nun aus in die weite Welt. Erst in Darpatien, dann in Garetien, im Kosch und schließlich in den Nordmarken bot er seine Dienste an. Dort verschlug es ihn an den Hof des Barons von Galebquell, der ihn um Hilfe ersuchte. Koradin fand hier eine Aufgabe, focht gegen Räuberbanden, geleitete Baronets und Baronessen durch unwirtliche Regionen - insbesondere Baronesse Dorcas von Leihenhof nach Tiefhusen. Und für diese Zuverlässigkeit schlug seine Hochgeboren Relfon von Leihenhof den Halbelfen zum Ritter von Galebquell. Baron Riobhan von Leihenhof ging sogar noch einen Schritt weiter und belehnte ihn mit dem Edelgut Niederwiesen, just in der Zeit, da Koradins Familie vom firnholzer Baron von ihren angestammten Gütern vertrieben wurde.

Doch viel wichtiger wurde für Koradin die Freundschaft zu einem anderen Halbelfen in Galebquell. Ynbaht von Lichtenberg erwies sich als Ratgeber und Mentor. Im Glauben an Nandus, dessen Priester der Edle Ynbaht war, fand Koradin eine Zuflucht. Und so entschied er sich schließlich zur Priesterweihe.

3. Charakter

Getrieben von seinem Ehrgeiz einen Platz in der Welt zu finden, zog sich der junge Halbelf in seinen eigenen, imaginären Panzer zurück. Distanziert und beinahe schon leidenschaftslos gibt er sich anderen Personen. Einzig engsten Vertrauten oder Geliebten öffnet er sich – darunter zählen nicht unbedingt Mitglieder seiner Familie, sondern vielmehr Freunde wie Ynbaht von Lichtenberg oder Roklan von Leihenhof, aber auch sein Onkel Kühnbrecht von Rothammer und seine Ehefrau Ivetta von Leihenhof.

Im Laufe der Jahre seines Lebens erfuhr er zahlreiche Vorurteile und musste sich mit harten Bandagen einen Platz in der Welt erkämpfen. Denn er besitzt keinerlei Zauberkräfte und wurde daher an der Kriegerakademie von Rommilys ausgebildet. Diese Jahre formten ihn zu einem Halbelfen, der einen harten Panzer der Arroganz um sich herum aufbaute, auch wenn er sich unter dieser harten Schale eigentlich nur nach Vertrauen und Freundschaft sehnt. Sein Glaube an Nandus ist seine besondere Stärke – in ihm fand er seinen Frieden und seine (geistige) Heimat. Ausgebildet an einer renommierten Kriegerakademie zu einem Soldaten und Krieger mit Prinzipien sah er diese Prinzipien während vieler Jahre Ritterfahrt verraten und getreten. Erst Nandus erklärte ihm die Welt und zeigte ihm, wie er mit Wissen und Weisheit, das Wirken und Walten der Götter in der Welt besser verstehen kann. Koradin fokussierte seine Energie nun auf die Suche nach Wissen und Weisheit, vernachlässigte aber auch seine Kampfkünste nicht. Denn sein Gott achtet jedes Wissen, gleich aus welcher Sparte es stammt. Koradin wandelte sich von einem zweifelnden Kämpfer ohne wirklichen Platz in der Welt zu einem Priester, der ein Ziel für sich erkannte und dieses unbarmherzig gegenüber sich selbst und auch anderen verfolgt.

Wer auf diesem Weg nicht mit ihm mithalten kann, der bleibt auf der Strecke. Nandus belohnt nur diejenigen, die sich bemühen und sich anstrengen.

Diesen Panzer der Arroganz konnte bisher nur eine durchdringen: Ivetta, Tochter des Hauses Leihenhof und Hohepriesterin der Peraine. Sie stand Koradin bei in Zeiten der Not, sie linderte seine Qualen ungeachtet eigenen Leidens – und die Göttinnen Peraine und Rahja knüpften ein zartes Band der Liebe zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Charakteren. Doch gerade diese Unterschiede formten Koradin und Ivetta zu einer Einheit. Ivetta ist die einzige, der Koradin bedingungslos vertraut und sich ihr ebenso bedingungslos öffnet. Und sie ist die einzige, die dieses Vertrauen bisher nie enttäuscht hat und Koradin so liebt, wie er ist.

Zusammenfassung

  • Name: Koradin Llywillyn von Rothammer
  • Titel: Priester des Nandus, Edler von Niederwiesen, Ritter von Galebquell
  • Volkes Stimme: Wieder so ein merkwürdiger Halbelf, der merkwürdige Götter verehrt!
  • Wappen: naturfarbener Reiher auf grünem Hügel vor blauem Grund
  • Hauptgottheit: Nandus
  • Geburtsjahr: 999 nach Bosparans Fall
  • Familienstand: verheiratet
  • Hauszugehörigkeit: Familie Rothammer, Haus Leihenhof
  • Wichtige lebende Verwandte: Ivetta von Leihenhof (Perainegeweihte, Ehefrau), Loncald von Rothammer (Bruder, Edler von Rothammer und Firnbruch)
  • Herausragende Ahnen: Adalar von Rothammer (Vater), Ginafae Stern-am-Horizont (elfische Edle aus Almada, Mutter)
  • Lehen: Edelgut Niederwiesen in der Baronie Galebquell
  • Kurzbeschreibung des Lehens: waldreiches Gut mit einigen wenigen fruchtbaren Böden im Norden der Baronie Galebquell
  • Zugehörigkeit zu Orden, Gilden, politischen und/oder sonstigen Gruppen: Kirche des Nandus
  • Freunde & Verbündete: Baron Roklan Boromar von Leihenhof zum Galebquell, Ynbaht Sanyarin von Lichtenberg, Hohepriester des Nandus
  • Feinde & Konkurrenten: Haus Firnholz
  • Stärken: wissbegierig, objektiv, geduldig
  • Schwächen: einsam, misstrauisch
  • Besonderheiten: Koradin wurde nicht mit magischen Kräften geboren.
  • Kurzcharakteristik: erfahrener Krieger, unerfahrener Nandusgeweihter, Rechts- und Staatskundler
  • Zitate:

Werte

  • Herausragende Eigenschaften: MU 15, KK 15, Beidhändig, Dämmerungssicht, Prophezeien 7, Medium, Schlafstörungen, Neugier 8
  • Herausragende Talente: Hiebwaffen (Rabenschnabel) 15 (17), Bogen (Kompositbogen) 9 (11), Schwerter 10, Reiten 10, Etikette 9, Überreden 9, Heraldik 10, Kriegskunst 10, Magiekunde 7, Staatskunst 9, Ackerbau 8, Bergbau 4, Viehzucht 7, Nandusgefälliges Wissen, Waldkundig, Sonderfertigkeiten für den Kampf mit zwei Händen und für den Schildkampf, Liturgiekenntnis 9, wenige allgemeine und spezielle Liturgien des Nanduskultes bis Grad III, darunter SICHT AUF MADAS WELT und TIERGESTALT, dar
  • Beziehungen: hinlänglich in der Kirche des Nandus und im Herzogtum Nordmarken
  • Finanzkraft: hinlänglich durch Ländereien und Privilegien

Meisterinformationen

Sein schwarzer Rabenschnabel mit dem Rotbuchenholzgriff trägt den Namen Galbedir. Er ist mehr als eine reine Waffe für Koradin, wurde er doch von dem Nandus-Hohepriester Ynbaht von Lichtenberg Nandus geweiht.

Offizielle Quellen

Kategorien: Person

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gifgif Wappen_Rothammer_Familie.gif manage 9.2 K 06 Feb 2011 - 10:12 GalebQuell Wappen der Familie Rothammer
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jpgjpg wappenrothammer.jpg manage 12.0 K 06 Feb 2011 - 10:15 GalebQuell Wappen der Familie Rothammer
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Topic revision: r2 - 09 Apr 2011 - 07:33:00 - GalebQuell
 

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