Bergkönigreich Eisenwald

Das den Menschen nur schlicht als Bergkönigreich Eisenwald bekannte Herrschaftsgebiet der Angroschim ist eines ihrer ältesten Siedlungsgebiete auf dem Kontinent. Sie selbst nennen es in ihrer Mundart Isnatosch, was so viel bedeutet wie Berge aus Eisenerz unter dunklen Bäumen.
Das Reich unter dem bis zu dreitausend Meter hohen, teilweise rötlich schimmernden Gebirgszug des Eisenwaldes ist das mit der größten, geographischen Ausdehnung. Außerdem ist es mit gut viertausend Einwohnern das meistbevölkerte Reich nach der Bergfreiheit Waldwacht. Jeder Berg des Massives enthält Stollen, Bingen oder Sippenhallen, seien sie nun bereits verlassen oder noch genutzt.

Von Isnatosch aus führen scheinbar nie endende Tunnel in die anderen Bergkönigreiche der Angroschim. Dort finden sich Wege nach Xorlosch in die Ingrakuppen, Tosch- Mur in den Amboss, Dumron Okosch in das Kosch- Gebirge und zu anderen Gebirgsmassiven Westaventuriens, wie den Phecanowald und das Windhagebirge. Ohne die Kenntnisse der Runen des Rogolan und in manchen, älteren Teilen des unterirdischen Reiches denen des Angram ist man unweigerlich des Todes. Denn ohne die hilfreichen Wegmarken und Distanzangaben verirrt man sich dort unten hoffnungslos. Über Wochen kann man strikt eine Richtung einschlagen und wird doch keinen Ausweg finden. Und wenn man weder dem Wassermangel, dem Hungertot, einem Abgrund oder einer der vielen, alten Fallen zum Opfer gefallen ist, so verliert man seinen Verstand an die erdrückende Stille und die fast stofflich greifbare Finsternis der ewigen Dunkelheit unter dem Berg.

Die alte Hauptstadt dieses riesigen Reiches, Isnalosch musste aufgegeben werden. Warum ist nur dem kleinen Volk bekannt und dieses Geheimnis wird von ihnen wohl behütet. Sicher ist nur, dass das sagenhaft reiche Isnalosch heute verlassen und abgeschottet ist. Die Angroschim haben alle Zugänge blockiert und versiegelt. Die fast zur Gänze aus Eisen gefügte Stadt rostet somit einsam und verlassen vor sich hin.
Ihre neue Hauptstadt fanden die Zwerge und deren Schätze in Senalosch, gelegen in einem Berghang des Eisenwaldes in der gräflichen Vogtei Nilsitz. Heute bietet sie gut sechshundertfünfzig Angroschim ein Zuhause. Als Grundstock des neuen Hauptsitzes des amtierenden Bergkönigs Fargol Sohn des Fanderam von Eisenwald diente nur eine alte Erzmine.
Mittlerweile haben die fleißigen Erzzwerge diese aber zu einer würdigen Stadt unter dem Berg ausgebaut. Allem Spott zum Trotz erwachsen dort prächtige Hallen, die Angrosch zum Wohlgefallen sind. Eine detailierte Beschreibung der Stadt oberhalb und unterhalb des Berges findest du hier.

Trotz des noch immer bestehenden Reichtums hat das Reich schon vor langer Zeit seinen Zenit überschritten. Bereits als die Horas-Kaiser aufmachten, um die nördlichen Regionen Aventuriens zu erobern schwand seine Macht. Langsam, für Menschen kaum merklich, mussten einst erschlossene Gebiete wieder aufgegeben werden und verwaitsen. Heute hausen in diesen teils vergessenen Schächten ungeahnte Kreaturen und zwingen die Bewohner des Bergkönigreichs zu zusätzlichen, kräfteraubenden Kämpfen. Da verwundert es kaum das Bergkönig Fargol zaghaft neue Wege beschreitet, eine Gradwanderung die Traditionalisten nicht zu verprellen und dennoch seine Heimat für künftige Generationen zu erhalten und zu erneuern.
Indes wächst Senalosch beständig, denn viele Erzzwerge folgenden dem Ruf des Rogmarog in ihre neue Hauptstadt und so ist zu hoffen, dass sich das Bergkönigreich langsam auf ein neues Blütezeitalter zubewegt.
Das Wappen von Isnatosch sind zwei gekreuzte rötliche Hämmer auf schwarzem Rundschild.

Andere wichtige Orte des Bergkönigreiches sind Senarium, die ewige Esse, Angro Xor, die heiligen Stollen, Makamesch, eine zwergische Handelsstadt an der Via Ferra, die Bergwacht Dagozim in Herzoglich Bollharschen und die verwunschenen Bingen von Ungorosch.


bekannte Bingen Isnatoschs:

Noch immer unterhält der Bergkönig des Eisenwaldes etwa zwei Dutzend Drachenwacht-Stationen an hoch gelegenen Punkten der Hänge des Gebirges, welches die ursprüngliche Heimat aller Zwerge ist. Zur Zeit der Drachenkriege waren es eine Vielzahl davon. Die verwaisten Stationen sind jedoch nicht aufgegeben, sondern lediglich versiegelt, so dass sie im Ernstfall schnell wieder ausgerüstet und bemannt werden können.
Meist sind diese Drakkadormur Stationen nicht größer als dass sie einen Wach- und einige Schlafräume beinhalten. Das Herzstück einer jeden, solchen Einrichtung jedoch ist die nach oben hin offene Geschützkammer, in der ein großes, nur durch mehrere Angroschim zu bedienendes, drehbar und höhenverstellbar gelagertes Torsionsgeschütz steht.
In chaotischer Anordnung um die Öffnung des Geschützes existiert eine Vielzahl kleiner Schießscharten, welche mit schweren, metallischen Abdeckungen gesichert sind. Diese im Angriffsfall durch jeweils zwei Mann besetzte Windarmbruststationen beschießen den Drachen, wenn dieser versucht das Geschütz anzufliegen um es zu zerstören. Die Abdeckungen der schießschartenähnlichen Öffnungen schließen durch ihr Eigengewicht, müssen also per langer Eisenstange aktiv aufgehalten werden und sind zudem mit schweren, widerhakenbesetzten Dornen besetzt, was sie schwer verdaulich macht. Bei einem nahen Vorbeiflug des Drachen öffnen sie erst, wenn der Drache seine Flanke zeigt, niemals bei direktem Anflug.
Eine technische Neuentwicklung sind die sogenannten Zweispänner. Diese verfügen nicht nur über eine Abschussvorrichtung, sondern über zwei übereinanderliegende Bolzenläufe und somit auch über zwei Wurfarme und Kurbeln. Diese Innovation ermöglicht ein gefahrloses Wiederspannen und -laden nach einem abgegebenen Schuss, kann der Drache diese Zeit doch nicht für einen Angriff nutzen. Tut er es doch und wagt einen direkten Anflug, erntet er den Reservebolzen, welcher extra für diesen Fall zum Schutz der Besatzung vorbehalten ist.
Die kleinen, meist abseits gelegenen Bingen sind bis auf die Öffnung für die übergroße Armbrust vollständig im Berg verborgen und von außen somit kaum zu erkennen. Ihre Positionen, sowie die schmalen Verbindungstunnel sind nur den Besatzungen bekannt, welche vornehmlich aus der Draxamorta- Sippe stammen.


Tief im Eisenwald-Massiv existiert eine sehr weiträumig angelegter Komplex von Bingen, der ausschließlich von Familien der Zruzamorta-Sippe bewohnt wird. Okdraxamur, wie die Binge von den Zwergen genannt wird, steht für tiefe, dunkle bzw. schwarze Wacht. Die dort ansässigen Angroschim sichern und bewachen die Zugänge Isnatoschs aus den tiefen des Berges. Dies beinhaltet auch die Wartung und Instandsetzung von unzähligen Fallen.

Die einzelnen Wohn- und Wacheinheiten sind dabei häufig viele Wegstunden, manchmal sogar Tagesreisen, durch labyrinthartige Tunnelsysteme voneinander entfernt, die absichtlich so angelegt sind, um Angreifer in die Irre geführen und dem Hungertod überlassen werden.
Die Ausdehnung der Binge reicht bis an den Rand Isnaloschs, der alten Hauptstadt der Erzzwerge, dessen Tore vor langem sicher verschlossen wurden und die Stadt in ewiger Finsternis langsam verrosten.


Gute zwei Tagesreisen durch Senaloschs Pforten in den Berg, noch hinter der imaginäre Linie der durch die Zwerge aus Okdraxamur bewachten Tunnel liegt die Binge der Ausgestoßenen, Durokasch. Sie beherbergt durch den Ragmarok Ausgestoßene, welche als verurteilte Verbrecher aus der Gemeinschaft der Zwerge ausgeschlossen wurden. Jene, die dort in ewiger Dunkelheit leben, haben nicht das oberirdische Exil gewählt, sondern verbringen die Jahre ihre Verbannung oder zum Teil auch den Rest ihres verbleibenden Lebens in der Nähe der Wurzeln der Berge.
Umstritten ist, wie viele Zwerge dort leben und wie groß ihre Binge wirklich ist. Einige sprechen von wenigen Dutzend Angehörigen, hinter vorgehaltener Hand hört man aber deutlich größere Zahlen und einer geräumigen Binge mit stattlicher Ausdehnung.


bekannte Bingen Isnatoschs:


bekannte Bergwachten Isnatoschs:


bekannte Grenzwachten Isnatoschs:
Topic revision: r21 - 17 Oct 2017 - 04:05:57 - RekkiThorkarson
 

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